Warum Competitor-Analyse der smarteste Einstieg ist
Warum bei null anfangen, wenn Ihre Wettbewerber bereits den Weg aufgezeigt haben? Die Competitor Backlink-Analyse zeigt Ihnen genau, woher Ihre Konkurrenz ihre Autorität bezieht. Das spart Ihnen Monate an Trial-and-Error beim Linkbuilding.
Bewährte Quellen
Finden Sie Linkquellen, die nachweislich in Ihrer Branche funktionieren.
Strategien entschlüsseln
Verstehen Sie, welche Linkbuilding-Taktiken Ihre Konkurrenz einsetzt.
Lücken finden
Link Gaps aufdecken -- Domains, die Wettbewerber verlinken, aber nicht Sie.
Der 5-Schritte-Prozess
Systematisch vom Wettbewerber-Research zur eigenen Linkbuilding-Strategie -- so gehe ich bei jedem Kunden vor.
Wettbewerber identifizieren
Suchen Sie nach Ihren wichtigsten Keywords und notieren Sie die Top 5 organischen Ergebnisse. Das sind Ihre SEO-Wettbewerber -- die nicht zwingend Ihre Geschäfts-Wettbewerber sein müssen. Ergänzen Sie die Liste um direkte Branchenkonkurrenten, die online präsent sind.
Backlink-Profile extrahieren
Exportieren Sie die Backlink-Profile aller identifizierten Wettbewerber. Erfassen Sie dabei: Referring Domains, Backlink-Anzahl, Domain Authority und Trust Flow, Ankertext-Verteilung und die Seiten, die die meisten Backlinks erhalten (Top Linked Pages).
Muster analysieren
Suchen Sie nach wiederkehrenden Mustern in den Wettbewerber-Profilen. Welche Linktypen dominieren? Sind es Gastbeiträge, Branchenverzeichnisse, Presseerwähnungen oder Content-basierte Links? Welche Branchen-Portale verlinken mehrere Ihrer Wettbewerber? Diese Quellen sind besonders erfolgversprechend.
Link Gaps identifizieren
Der wertvollste Teil der Analyse: Finden Sie Domains, die einen oder mehrere Ihrer Wettbewerber verlinken, aber nicht Sie. Diese "Link Gaps" sind die niedrig hängenden Früchte für Ihr Linkbuilding. Sortieren Sie die Gaps nach Domain Authority und thematischer Relevanz.
Strategie aufbauen
Übersetzen Sie die Erkenntnisse in einen konkreten Aktionsplan. Priorisieren Sie die Link-Gaps nach Aufwand und erwartetem Wert. Definieren Sie für jede Linkquelle den besten Ansatz: Outreach, Content-Erstellung, PR-Kampagne oder Skyscraper-Methode. Setzen Sie realistische Zeitrahmen und KPIs.
Link Gap Analyse: Die Goldgrube im Detail
Die Link Gap Analyse ist der Kern der Competitor Backlink-Analyse. Sie vergleicht Ihr Backlink-Profil direkt mit dem Ihrer Wettbewerber und zeigt die Unterschiede auf. Das Ergebnis ist eine Liste von Domains, die für Ihre Nische offensichtlich relevant sind (weil sie Ihre Wettbewerber verlinken), aber noch nicht auf Sie verlinken.
In der Praxis unterscheide ich drei Arten von Link Gaps:
Einfache Gaps
Domains, die 3+ Ihrer Wettbewerber verlinken. Diese Seiten sind offensichtlich bereit, in Ihrer Nische zu verlinken. Die Hürde für einen eigenen Backlink ist niedrig.
Mittlere Gaps
Domains, die 1-2 Wettbewerber verlinken. Hier brauchen Sie einen konkreten Anlass oder herausragenden Content, um den Link zu verdienen.
Schwere Gaps
Domains, die nur einen Wettbewerber verlinken -- oft durch exklusive Partnerschaften, Sponsorings oder einmalige PR-Erfolge. Schwer zu replizieren, aber sehr wertvoll.
Was Sie von Wettbewerbern lernen können
Über Link Gaps hinaus liefert die Competitor-Analyse vier strategische Einblicke.
Content-Formate die Links anziehen
Welche Content-Typen erhalten die meisten Backlinks bei Ihren Wettbewerbern? Studien, Infografiken, Tools, Guides? Erstellen Sie ähnliche (aber bessere) Inhalte und nutzen Sie die Skyscraper-Technik.
Linkbuilding-Geschwindigkeit
Wie schnell gewinnen Ihre Wettbewerber neue Backlinks? Das gibt Ihnen den Benchmark, wie aggressiv Ihr eigenes Linkbuilding sein muss, um aufzuholen oder den Vorsprung zu halten.
Ankertext-Strategien
Analysieren Sie die Ankertext-Verteilung Ihrer Wettbewerber. Wie hoch ist der Anteil an Brand-Ankern vs. Keyword-Ankern? Das zeigt Ihnen, was in Ihrer Nische als "natürlich" gilt und hilft Ihnen, Ihr eigenes Profil entsprechend zu gestalten.
Schwachstellen aufdecken
Wo sind Ihre Wettbewerber schwach? Vielleicht haben sie viele Links, aber einen hohen Spam Score. Oder ihre Ankertext-Verteilung ist unnatürlich. Nutzen Sie deren Schwächen als Ihre Chance, ein saubereres, stärkeres Profil aufzubauen.
Fehler bei der Competitor-Analyse vermeiden
Die häufigsten Fehler, die ich bei Kunden sehe, wenn sie Wettbewerber-Backlinks analysieren:
- Die falschen Wettbewerber analysieren: Geschäftliche Wettbewerber sind nicht immer SEO-Wettbewerber. Analysieren Sie die Seiten, die tatsächlich für Ihre Keywords ranken.
- Alles kopieren wollen: Nicht jeder Wettbewerber-Backlink ist nachahmenswert. Einige Links stammen aus veralteten Taktiken oder grenzwertigen Methoden. Filtern Sie nach Qualität.
- Nur auf Link-Quantität schauen: Ein Wettbewerber mit 10.000 Backlinks von minderwertigen Quellen ist nicht stärker als einer mit 500 hochwertigen Links. Bewerten Sie immer anhand der Qualitätsmetriken.
- Einmalig analysieren und vergessen: Wettbewerber-Profile ändern sich ständig. Richten Sie ein regelmäßiges Monitoring ein, um neue Wettbewerber-Links zeitnah zu entdecken.
- Nur die Top-Seite analysieren: Schauen Sie auch auf Seiten, die auf Platz 5-10 ranken. Diese haben oft zugänglichere Linkprofile und bieten einfachere Nachahmungsmöglichkeiten.
Von der Analyse zur Umsetzung
Die beste Competitor-Analyse ist wertlos, wenn Sie nicht ins Handeln kommen. Mein Rat: Erstellen Sie aus den Ergebnissen einen priorisierten Backlog mit maximal 100 Link-Targets. Priorisieren Sie nach einem einfachen Score-System: Wie hoch ist der potenzielle Wert (DA der Quelle) multipliziert mit der Erreichbarkeit (wie realistisch ist der Link)? Arbeiten Sie dann wöchentlich Ihre Top-10-Targets ab.
Kombinieren Sie die Competitor-Analyse mit Brand Mention Monitoring und aktivem Outreach. So bauen Sie systematisch ein Linkprofil auf, das Ihre Wettbewerber übertrifft -- nicht durch Masse, sondern durch strategische Qualität.
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