Was ist Link Prospecting?
Link Prospecting bezeichnet den systematischen Prozess, potenzielle Linkquellen zu identifizieren, zu bewerten und für den Outreach vorzubereiten. Es ist der erste und entscheidende Schritt jeder erfolgreichen Linkbuilding-Kampagne.
In der Praxis scheitern die meisten Linkbuilding-Kampagnen nicht am Pitch, sondern an der Auswahl der falschen Prospects. Wer wahllos E-Mails an irrelevante Websites schickt, verbrennt Zeit und Reputation. Professionelles Link Prospecting filtert aus tausenden potenziellen Quellen die 50-100 heraus, die tatsächlich relevant, autoritär und erreichbar sind.
Der Unterschied zwischen einem Anfänger und einem erfahrenen Linkbuilder liegt genau hier: in der Qualität der Prospect-Liste. Eine sorgfältig kuratierte Liste mit 30 perfekt passenden Kontakten schlägt eine generische Liste mit 1.000 Namen – jedes Mal.
Die 8 besten Methoden zur Link-Recherche
Kombinieren Sie mehrere Methoden, um ein möglichst vollständiges Bild der Linklandschaft in Ihrer Branche zu erhalten.
Google Suchoperatoren
Nutzen Sie erweiterte Suchoperatoren wie intitle:, inurl: und site: um gezielt Resource Pages, Blogrolls und thematische Seiten zu finden, die auf Wettbewerber verlinken.
Competitor Backlinks
Analysieren Sie die Backlink-Profile Ihrer Top-Wettbewerber mit Ahrefs, Semrush oder Majestic. Websites, die auf mehrere Wettbewerber verlinken, sind besonders vielversprechend.
Branchenverzeichnisse
Fachportale, Branchenverzeichnisse und Kammern bieten oft hochwertige, thematisch relevante Verlinkungsmöglichkeiten mit starker Domain Authority.
Resource Pages
Viele Websites pflegen Linklisten und Resource Pages zu bestimmten Themen. Suchen Sie mit 'Ihr Keyword + Ressourcen / hilfreiche Links / empfohlene Seiten'.
Broken Link Finder
Finden Sie defekte Links auf relevanten Websites und bieten Sie Ihren Content als Ersatz an. Tools wie Check My Links oder Ahrefs Broken Link Checker helfen dabei.
HARO & Journalist Queries
Plattformen wie HARO (Help a Reporter Out), Qwoted und SourceBottle verbinden Experten mit Journalisten, die Zitate und Quellen für Artikel suchen.
Social Listening
Überwachen Sie Social-Media-Konversationen zu Ihren Themen. Wer aktiv über Ihre Branche diskutiert, ist oft auch bereit zu verlinken.
Event & Konferenz-Seiten
Branchenkonferenzen, Webinare und Meetups listen oft Speaker, Sponsoren und Partner mit Links. Engagieren Sie sich in der Community und werden Sie sichtbar.
Prospects qualifizieren: Die 5 Kriterien
Nicht jede Website, die Sie finden, ist auch ein guter Prospect. Nutzen Sie diese fünf Kriterien, um Ihre Liste auf die vielversprechendsten Kandidaten einzugrenzen.
Domain Authority / Domain Rating
Mindestens DA 30+ für Standard-Kampagnen, DA 50+ für Premium-Links. Prüfen Sie mit Moz, Ahrefs oder Semrush. Beachten Sie: DA allein sagt wenig aus – Kontext und Relevanz sind wichtiger als reine Zahlen.
Thematische Relevanz
Der wichtigste Faktor: Passt die Website thematisch zu Ihrem Content? Ein Link von einer thematisch verwandten DA-30-Seite ist oft wertvoller als ein Link von einer irrelevanten DA-70-Seite. Google erkennt kontextuelle Relevanz.
Organischer Traffic
Eine Website mit echtem organischen Traffic ist ein Zeichen dafür, dass Google sie als wertvoll einstuft. Nutzen Sie Ahrefs oder Semrush, um den geschätzten monatlichen Traffic zu prüfen. Seiten ohne Traffic können PBN-Netzwerke oder Spam sein.
Redaktionsqualität
Prüfen Sie die Qualität der bestehenden Inhalte: Gibt es echte redaktionelle Beiträge? Sind Autoren namentlich genannt? Wird regelmäßig publiziert? Websites mit niedrigen Qualitätsstandards oder übermäßig vielen Werbebannern sind schlechte Prospects.
Spam Score
Moz's Spam Score oder ähnliche Metriken helfen, riskante Websites zu identifizieren. Ein hoher Spam Score (über 30%) ist ein Warnsignal. Prüfen Sie auch manuell auf typische Spam-Anzeichen: übermäßige ausgehende Links, Thin Content oder unnatürliche Ankertexte.
Von der Liste zum Outreach
Eine qualifizierte Prospect-Liste ist nur der Anfang. So bereiten Sie den erfolgreichen Outreach vor:
Kontaktdaten recherchieren
Finden Sie den richtigen Ansprechpartner – nicht info@, sondern den zuständigen Redakteur oder Autor. LinkedIn, Twitter/X und das Impressum der Website sind Ihre besten Quellen. Personalisierte Ansprache verdreifacht die Antwortrate.
Segmentierung der Liste
Teilen Sie Ihre Prospects in Kategorien: Tier 1 (High Priority, hohe DA, perfekte Relevanz), Tier 2 (gute Chancen), Tier 3 (nice-to-have). Konzentrieren Sie 80% Ihres Outreach-Aufwands auf Tier 1 und Tier 2.
Personalisierung vorbereiten
Notieren Sie für jeden Prospect einen Personalisierungspunkt: ein kürzlicher Artikel, ein gemeinsames Interesse oder ein konkreter Grund, warum Ihr Content für deren Leserschaft relevant ist. Generische Massen-Pitches funktionieren nicht mehr.
Tracking aufsetzen
Dokumentieren Sie jeden Schritt in einem CRM oder Spreadsheet: Kontaktdatum, Follow-up-Datum, Status (kontaktiert, geantwortet, Link erhalten). So behalten Sie bei großen Kampagnen den Überblick und können erfolgreiche Muster erkennen.
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